Neue digital Förderung für Kärnten


Martin Zandonella, Sandra Venus und Sebastian Schuschnig präsentieren gemeinsam Konjunkturmaßnahmen für die Kärntner Wirtschaft. (c) Foto Karin Scheidenberger

Der KWF legt aktuell drei neue Förderungen auf, um Kärntner Unternehmen einen Anreiz zur Investition zu bieten und so die Zukunftsfähigkeit Kärntens zu gewährleisten. Außerdem sollen mit dem Förderungsangebot des KWF weiterhin die grüne und digitale Transformation, sowie die Innovationsstärke der Unternehmen unterstützt werden.

Ausgangssituation

Unternehmen in nahezu allen Branchen investieren verhalten. Naheliegender Grund dafür ist die allgemeine konjunkturelle Entwicklung, die auf globale wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten, das gestiegene Zinsniveau und die Klimakrise verbunden mit den Energiekosten, zurückzuführen ist. Der Einbruch der Investitionen bedeutet »eine nachhaltige Schädigung des Wirtschaftsstandortes, denn Investitionen sind der Schlüssel für den technischen Fortschritt und die technische Innovationskraft,« formuliert es Sandra Venus, KWF-Vorstand. Für eine positive wirtschaftliche Zukunft von Unternehmen sind demnach Investitionen erforderlich – Standby ist keine Option.

»Deshalb,« erklärt LR Sebastian Schuschnig »arbeiten wir auf allen Ebenen darauf hin, dass es wieder zu einer konjunkturellen Erholungsphase kommt und die Wirtschaftsleistung wieder steigt. Dafür setzen wir auch konjunkturstützende Maßnahmen im Rahmen der Wirtschaftsförderung.«

Schnellwirkende Anreize für Investitionen

Um die Kärntner Unternehmen aus der Zurückhaltung zu locken, hat der KWF Maßnahmen gestaltet, die einen lohnenswerten Anreiz für Unternehmen darstellen, um Investitionen jetzt in Angriff zu nehmen und so eine Dynamik in die Wirtschaft bringen. »Wir wissen aus den Investitions- und Konjunkturumfragen der Wirtschaftskammer, dass viele Betriebe derzeit mit neuen Investitionen sehr zurückhaltend sind und abwarten. Dem wollen wir nun entgegenwirken. Gerade der Mittelstand hat jedoch große Auswirkungen auf die Wertschöpfung und die Beschäftigung einer Region«, so LR Schuschnig.

»Mit dem Konjunktur.BONUS gewähren wir zusätzliche 10 % nichtrückzahlbaren Zuschuss auf Investitionsprojekte, damit die Stärkung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Kärntner Unternehmen gelingt,« erläutert Sandra Venus. Dieser Bonus soll Investitionen in Gewerbe- und Industriebetrieben sowie in der Tourismusbranche auslösen und ist für Kleinst, Klein- und Mittelunternehmen vorgesehen.

Da der Bonus auf andere Förderungen aufgeschlagen wird, können Unternehmen extrem hohe Zuschüsse für ihre Projekte bekommen (bis 35 % der förderbaren Kosten). »Für die Konjunkturbelebung sind die meisten unternehmerischen Investitionsprojekte willkommen und werden unterstützt. Wir freuen uns aber besonders, wenn dadurch Unternehmen Projekte vorziehen, die auf eine qualitative und ressourcenschonende Entwicklung Kärntens abzielen,« betont Sandra Venus und weist darauf hin, dass die Förderungsquote mit der Qualität des Projektes steigt.

In jedem Fall leistet der Konjunktur.BONUS einen Beitrag, damit Betriebsstandorte gesichert sowie Arbeitsplätze und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Kärntner Unternehmen erhalten bleiben. Der Konjunktur.BONUS wird auf KWF-Förderungen aus KLEINST.Invest, Produktion KMU.Invest, Tourismus JUNG.Invest, Tourismus KLEIN.Invest und Tourismus KMU.Invest aufgeschlagen, die ab dem 1. März 2024 beantragt werden. Für Förderungen in KLEINST.Invest wird er für Anträge (rückwirkend) ab 1. Jän. 2024 genehmigt. Geplant ist, dass bis Mitte des Jahres 2025 EUR 5 Mio. im Rahmen des Konjunktur.BONUS vergeben werden.

»Der KWF müsse mit seiner Förderung Impulse setzen,« meint dazu der Vorsitzende des KWF-Kuratoriums, Martin Zandonella, und weiter: »mit dem Konjunktur.BONUS stimuliert der KWF genau das, was gerade jetzt die Konjunktur ankurbelt. Dazu braucht es attraktive Förderungssätze, mit möglichst wenig Aufwand bei den Förderungsanträgen und einer klaren Zielgruppe«.

Eine weitere Maßnahme ist der Digitalisierungs.IMPULS, denn insbesondere bei Kleinst- und Kleinunternehmen sind finanzielle Ressourcen zur Umsetzung von Digitalisierungsprojekten oft begrenzt. Mit diesem nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 50 % erhalten Unternehmen einen Anreiz, ihre Digitalisierungsprojekte voranzutreiben, was vielfach ein Muss ist, um im Wettbewerb zu bestehen. Gefördert werden Software zur Optimierung oder Stärkung von Geschäftsprozessen, E-Commerce oder IT-Sicherheit.

Aber auch eine ganz spezielle Zielgruppe, wird mit einer erweiterten Förderung bedacht: die Lebensmittelnahversorger. Konkret werden im KWF-Produkt KLEINST.Invest nun auch Lebensmittelnahversorger mit zusätzlichen 10 % unterstützt. Demnach bekommen sie auf ihre Investition 20 % Förderung, sind sie Jungunternehmen werden diese nochmal um 5 % auf 25 % aufgestockt.

LR Schuschnig erklärt: »Dieses Paket soll dafür sorgen, dass Investitionen nicht verschoben, sondern trotz der schwierigen wirtschaftlichen Ausgangslage, getätigt werden und damit auch die Modernisierung und die zukünftige Ausrichtung der Betriebe vorantreiben.«

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